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Introduction

Media Gems is devoted to a selection of what used to be or still are rare or less well-known items from various areas: film, television, music, and literature. It is my intention to arouse your curiosity and interest by presenting a wealth of information on content, style, and relevance of these items. Contributions - from bits of information to fully fledged articles - are most welcome. Those who notice a copyright problem are encouraged to e-mail me.
Brian Clemens' Thriller und Stan Dragotis Debütfilm Dirty Little Billy: Fast 20 Jahre nach dem ersten Ansehen ist es mir endlich gelungen, beides in akzeptabler Qualität zu erhalten ...
Titans LP Popeye Le Road: Nur Glück und Zufall halfen mir dabei, ein schon recht mitgenommenes Exemplar auf einem Flohmarkt in Südfrankreich zu ersteigern ...
Frank Norris' McTeague ist nicht im Buchhandel vorrätig, kann jedoch – glücklicherweise -bestellt werden.
Drei Medienbereiche, und immer das gleiche Problem: Der Bekanntheitsgrad und damit Verfügbarkeit und Verkauf des sowieso "veralteten" Produkts halten sich in Grenzen, mal mehr, mal weniger. Aber es besteht Hoffnung, denn es existiert zweifellos ein Publikum für solche Dinge und damit ein potentieller Markt.
MEDIA GEMS widmete sich einst der Aufgabe, auf versteckte Marktpotentiale aufmerksam zu machen. Kunstwerke und Künstler (sic) aus den Bereichen Film/Fernsehen, "populäre" Musik und englischsprachige Literatur standen im Mittelpunkt, die entweder wenig beachtet wurden, vollständig in Vergessenheit geraten oder aber Opfer unberechtigter und oberflächlicher Verrisse geworden sind. Im Zeitalter der DVD-Boxen, die komplette und ungekürzte Staffeln klassischer englischer Serien enthalten, bzw. der aufwendig gestalteten CD-Wiederveröffentlichungen hat sich diese Aufgabe weitgehend erledigt. Was allerdings der Qualität des betreffenden Materials keinen Abbruch tut, und so war es nur kurzzeitig eine Überlegung, die Seite komplett vom Netz zu nehmen.
Zum Bereich Film/TV, der den Schwerpunkt von MEDIA GEMS bildet, ist einiges vorauszuschicken. Es wird zwischen zwei Arten von (Fernseh-)Filmen unterschieden, einmal dem klassischen Film, der auf professionelle Schauspieler, ausgeklügelte Drehbücher mit Durchschnittsmenschen (im weitesten Sinne!) als Protagonisten setzt und vor allem im Fall britischer Studio-Produktionen große Affinität zum Theater aufweist. Auf der anderen Seite steht der Gimmick-Film, mit Affinität zum Zeichentrick- und Puppenfilm, der statt Schauspieler Bodybuilder und Fotomodelle, statt Plot und Figuren Episödchen und Sprechblasen, statt inhaltlicher Tiefe Special Effects, statt ausgefeiltem Dialog throwaway lines und einen hauptsächlich aus Donnerschlägen bestehenden Soundtrack aufbietet. Noch ist virtual filmmaking nur ein Teil des Gimmick-Kinos, aber es besteht die erschreckende Perspektive, daß Schauspieler und Regisseur aussterbende Berufe sind.
Nun geht es nicht darum, alles Neue als minderwertig abzuqualifizieren. Es wird einfach der Gimmick-Film konsequent ausgespart (andere werden sich sicherlich mit Vergnügen darum kümmern) und diversen Spielarten des klassischen Films alle verfügbare Aufmerksamkeit geschenkt. Innerhalb des bereits umrissenen Schwerpunktes fällt der meiste Platz britischen TV-Serien der 70er Jahre zu. Dies ist nicht nur ein Resultat persönlichen Geschmacks, sondern auch eine Würdigung des entwicklungsgeschichtlichen Ranges jener Werke, mit denen sich ein besonderes Problem verbindet: Archivierung ist partiell schlampig, partiell gar nicht durchgeführt worden!
Wie seltene Tiere und alte Bauwerke sind auch alte Fernsehserien als "bedrohte Arten" einzustufen, wobei man als Seventies-Anhänger noch Glück hat. Gerade Fans von BBC-Serien der 50er und 60er Jahre sehen sich oft einer desaströsen Situation gegenüber. Die Gründe dafür sind, kurz zusammengefaßt: Lange Zeit galten Videobänder als teurer Rohstoff, der wiederverwertet werden mußte. Es existierte kein Bewußtsein für die Qualität von Programmen, denen nur eine Funktion als Einweg-Unterhaltung zugebilligt wurde. Andere Programme wiederum wurden vernichtet, nachdem ihr Export-Marktwert erschöpft war. Es gab keinen Video- und DVD-Markt und keine repeat slots, wie wir sie heute kennen.
Konservierung ist also vordringliche Aufgabe! Naturgemäß können (und wollen) sich öffentlich-rechtliche und private Sender dem nur begrenzt widmen, so daß eine große Last in privater Initiative, d.h. von Organisationen wie Kaleidoscope oder Programme Preservation Society, gestemmt werden muß. Hervorzuheben an Kaleidoscope sind vor allem die in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit zusammengestellten Publikationen – unverzichtbare Lektüre für alle, die über Archiv-Status informiert sein wollen.
PPS (http://www.mhearn.freeserve.co.uk/pps/) ist weniger bekannt, aber zahlenmäßig größer. Diese Organisation vereinigt jene mit Interesse für archive shows unter einem Dach; die Mitglieder erhalten ein Club-Magazin und können selbstproduzierte Videos, in der Regel Interviews mit bekannten Charakter-darstellern, erwerben. Von nicht zu unterschätzendem Wert sind natürlich auch Fan-Seiten (eine Link-Liste ist in Arbeit).
Schließlich gilt ein besonderes Lob der Firma Network (http://www.networkdvd.co.uk), die in atemberaubendem Tempo einen britischen Serienklassiker nach dem anderen in liebevoll gestalteten DVD-Editionen herausbringt, so daß man sich mindestens einmal im Monat fragt, ob noch genug Taschengeld für die Anschaffung von Nahrungsmitteln übrigbleibt. (Allerdings, liebe Leute, solltet ihr die Figur abknallen, die eure blöden Spar-Boxen entwirft.)
All diese Aktivitäten sind nur möglich, weil die Briten ihre TV-Programme mögen. Im Unterschied zu Deutschland läßt sich von einer hochentwickelten Fernsehkultur sprechen, in der sich bis zum Anbruch des DVD-Zeitalters die Privat-Archivierung auf einem beachtlichen Niveau befand. Es wurde und wird nicht nur gequasselt und geschwärmt, sondern unter Aufwendung von viel Zeit und Mühe gehandelt.
Damit schließt sich der Kreis: Diese Seiten entstehen in meiner Freizeit, also meistens an Wochenenden und in großer Hektik. Updates werden nach Möglichkeit regelmäßig durchgeführt, dennoch wird ein "fertiger" Zustand wohl nie erreicht werden. Irrtümer können aufgrund von Material- und Literaturlage nicht ausgeschlossen werden. Es ist jedoch das Bemühen vorhanden, Informationen korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzutragen.
MEDIA GEMS ist in keiner Weise ein kommerzielles Unternehmen – es sollen einzig und allein Informationen über die hier aufgeführten Werke bereitgestellt werden. Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Sollte diese Probleme mit meiner Handhabung der Abbildungen haben, bitte ich um sofortige Kontaktierung.
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